Gerechtigkeit für Mabry Landor

Wer ist Mabry J. Landor?

Mabry Landor , geboren am 31. August 1980 in Houston, TX, kam im Jahre 2010 in den Todestrakt von Texas. Gerichtsdokumente sowie weitere Unterlagen belegen, dass es in diesem Prozess zahlreiche Widersprüche gab. Widersprüche, die den Schluss zulassen, dass Mabry juristisch unschuldig ist. Ein Mensch gilt als juristisch unschuldig, wenn eine Beschuldigung und Verurteilung für ein Verbrechen erfolgt, das von dieser Person nicht begangen wurde.

 

Prozess und Revisionen

In seinem Prozess wurde Mabry von einem Pflichtverteidiger vertreten, der nicht nur öffentlich die Schuld seines Mandanten einräumte, sondern ebenfalls seinen Mandanten in keiner Weise auf die Verhandlungen vorbereitete. Es ist weitreichend bekannt, dass zahlreiche Pflichtverteidiger in Amerikas Justizsystem überarbeitet sind, während sie mehrere Mandanten zur selben Zeit vertreten und aufgrund des hohen Arbeitsaufkommens wichtige Fristen und Besprechungen versäumen. Hinzu kommen akuter Zeitmangel und die Tatsache, dass für eine Verteidigung nur finanzielle Mittel in ungenügendem Rahmen zur Verfügung gestellt werden. Wichtige Gutachten, Untersuchungen sowie Befragungen oder Tests können somit oftmals nicht angeordnet werden. Ein Schicksal, das auch Mabry teilte. Mangelhafte und ungenügende gesetzliche Vertretung vor und während der Prozessphase ist ein Schicksal, das von vielen Angeklagten geteilt wird und leider kein Einzelfall im heutigen Rechtssystem.

Mabrys erste Berufung wurde abgelehnt. Dies ist eine übliche Vorgehensweise. Warum ist dies so? Es gibt kaum eine Möglichkeit, dass hier alle vorliegenden Ungereimtheiten und Probleme angemessen aufzeigt und behandelt werden; beispielsweise im Falle einer unzureichenden gesetzlichen Vertretung. Die Mandanten können bis zur Frist benötigte Unterlagen und Abschriften in der Regel nicht einsehen, oftmals die Einsicht nicht einmal beantragen, da die Frist so kurz ist, dass ein Aufzeigen oder eine Klärung entsprechender Probleme nicht möglich ist. In der zweiten Phase, „state habeas“ genannt, wurde Mabry ein gesetzlicher Vertreter zur Seite gestellt. Dieser versprach, Mabry die entsprechenden Dokumente zur Einsicht zukommen zu lassen, sowie aktiv im Kampf um sein Leben tätig zu werden. Bedauerlicherweise war dies eine Lüge. Mabry realisierte dies zum ersten Mal deutlich, als sein Verteidiger inmitten ihrer Besprechung aufstand mit dem Kommentar „Dieser Mann ist tot!“ während Mabry versuchte, auf die vorliegenden Ungereimtheiten aufmerksam zu machen. Dieser Verteidiger besuchte Mabrys Familie unter dem Vorwand, Mabry hätte sich ihm gegenüber zu seiner Schuld und dem Verbrechen bekannt, um verbindliche Aussagen zu erhalten, die die Schuld seines Mandanten belegen würden. Mabry stellte seinen Verteidiger zur Rede, doch dieser hatte zu diesem Zeitpunkt bereits eine eidesstattliche Erklärung eines indirekten Schuldbekenntnisses eingereicht. Mabry versuchte umgehend, die entsprechenden Stellen zu kontaktieren und schrieb Richter, Verwaltungen usw an, doch die Verfügung blieb bestehen und der Verteidiger ebenfalls. Dies geschah im Jahr 2011. Als Mabrys Verteidiger von dessen Initiative erfuhr, wurde jeglicher Kontakt seitens des Anwaltes abgebrochen. Das nächste Mal hörte Mabry von ihm im Oktober 2016. 5 Jahre waren vergangen ohne eine einzige Antwort auf einen seiner Briefe.

Mabry befindet sich aktuell in der staatlichen Phase seiner Berufungen, denen Richterin Melinda Harmon vorsitzt. Aufgrund der anhaltenden Untersuchungen kann hierzu aktuell keine Auskunft gegeben werden.

Die Fehlbestimmung durch Augenzeugen war ein wichtiger, wenn nicht sogar der ausschlaggebende Faktor in Mabrys Fall.

Unser Ziel für Mabry

Wir sind davon überzeugt, dass Mabry das Verbrechen, dessen er beschuldigt wird und für das er verurteilt wurde, nicht begangen hat. Unsere Hoffnung ist, dass die anhaltenden Untersuchungen seines Falls und die Vertretung durch ein fähiges, kompetentes Team einen neuen Prozess ermöglichen, in dem die neugewonnenen Beweise sowie Erkenntnisse präsentiert und gehört werden können und hoffentlich belegen, dass Mabry das Verbrechen nicht begangen hat, für das er seit Jahren in der Todeszelle sitzt. Stellen Sie sich vor, Sie hätten Jahre Ihres Lebens auf Ihren Tod gewartet, obwohl jemand anderes das Verbrechen begangen hat. Stellen Sie sich vor, Ihr Anwalt überlässt Sie sich selbst. Der Mensch, der deine Stimme und dein Wegweiser sein soll im gesetzlichen Dschungel aus Prozessen, Verfügungen und Fristen. Stellen Sie sich vor, Sie müssten Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre Eltern verlassen in der Gewissheit, nicht zurückzukommen, nur weil Sie zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Stellen Sie sich vor, Sie stammen aus einem der korruptesten Bezirke in Amerika und werden eines Verbrechens angeklagt aufgrund Ihrer Herkunft und Ihrer Vergangenheit. Wir möchten die Möglichkeit nutzen und unser Mitgefühl ausdrücken. Dies gilt der Familie und den Angehörigen von Officer Abernathy. Niemand sollte einen solchen Verlust durchleben müssen.

Um Mabry ein wenig zu unterstützen, ist es möglich, über die ecomm Homepage einen kleinen Betrag auf sein Konto zu überweisen. Alternativ ist dies natürlich auch über JPay möglich. Leider ist es Mabry nicht erlaubt, selbst zu arbeiten und in diesem Sinne für sich selbst zu sorgen. Er ist leider auf die Hilfe von Außenstehenden angewiesen. Alternativ sind bereits kleine Beträge für Briefmarken oder Schreibpapier eine große Hilfe.

Möchten Sie Mabry schreiben, bitten wir Sie, Ihre Korrespondenz an folgende Adresse zu schicken:

Mabry J. Landor III #999556
Polunsky Unit
3872 FM 350 South
Livingston, TX 77351
USA